Japan Spezial

 

 
 

Vom 14.09.-25.09.2010 waren wir, eine Gruppe der Radsportjugend mit sechs Radballern, vier Kunstradfahrerinnen und zwei Betreuern zu Besuch in Japan. Nach einem 12-stündigen Flug von München nach Tokio und einem weiteren 1-stündigen Flug Richtung Osaka (und zusätzlich sieben Stunden Zeitverschiebung) kamen wir am 15.09.2010 gegen Abend in unserer Unterkunft in der Ritsumeikan Universität in Kusatsu an. Dort verbrachten wir unsere Zeit bis zum 22.09.2010, in der die vier Mädels sowie die 6 Jungs jeweils ein Achterzimmer teilten. Nach der herzlichen Begrüßung durch Vertreter des japanischen Radsportverbandes, wurden wir am folgenden Morgen zunächst durch den Präsidenten der Ritsumeikan Universität empfangen. Dann statteten wir den Bürgermeister von Kusatsu einen Höflichkeitsbesuch (wird in Japan so genannt) ab, bei den wir von ca. 60 Mitarbeitern klatschend begrüßt wurden. Anschließend besichtigten wir die Halle auf dem Unigelände und trafen auch die japanischen Sportler und Sportlerinnen, die ebenfalls in der Universität wohnten.


Tags darauf bauten wir die Radball- und Kunsträder, die alle den Flug in Ihren Kästen und Taschen gut überstanden hatten, zusammen und testeten daraufhin den Parkettboden der riesigen Unihalle. Nun konnte das gemeinsame Training beginnen. Während die Radballer bereits Testspiele gegen die japanischen Teams absolvierten, übten die vier Mädels eine 4er-Kür und gaben den japanischen Kunstradfahrerinnen Tipps bei neuen Übungen. Im Gegenzug kamen die Mädels zu uns, schenkten uns verschiedene Basteleien und schließlich saßen alle zusammen an der Fläche und bastelten.

Die Abende waren ebenfalls sehr amüsant. Zunächst versammelten wir uns in einem Zimmer, bis schließlich mehr und mehr Japaner zu uns stießen und wir auf den Gängen und Zimmer uns mit diesen über alles Mögliche unterhielten. Ab und zu war die englischsprachige Konversation zwar etwas schwierig, dennoch funktionierte die Verständigung relativ einfach.

Am 19. und 20.09.2010 fand schließlich der Japan-Cup statt, bei dem drei deutsche und zwölf japanische Radball-Teams teilnahmen. Gewinner des Japan-Cups wurden Matthias und Patrick Mergel, die sich im Finale gegen Dominik Stein und Thomas Kieferle durchsetzten. Platz 3 ging an ein japanisches Team. Während der beiden Turniertage zeigten wir, gemeinsam mit den japanischen Kunstradfahrern, ein einstudiertes Showprogramm.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg nach Kyoto zum Sightseeing. Die alte Kaiserstadt ist das kulturelle Zentrum Japans und hat mehr als 3000 Tempel. Drei dieser Tempel haben wir dann auch besichtigt. Der Tempel Kinkaku-ji (dt. = Goldener-Pavillon-Tempel) hat uns am besten gefallen. Nachdem wir nun etwas von der japanischen Kultur und Geschichte gesehen hatten, durfte ein Besuch in einer riesigen Shopping Mall natürlich auch nicht fehlen.

Am 22. September 2010 machten wir uns morgens auf den Weg nach Osaka, um von dort aus nach Kagoshima (Südjapan) zu fliegen. In Kagoshima angekommen war unser erstes Ziel die „Kagoshima Arena“, in der 2011 (04.-06.11.2011) die Weltmeisterschaft stattfindet. Nachdem wir unsere Kunsträder ausgepackt und wieder zusammenbaut hatten, wurden wir in unser Hotel gefahren. Das Hotel befand sich mitten in der Innenstadt zwischen Einkaufsstraßen, Hochhäusern und sonstigen bunten Lichtern.


Am nächsten Tag ging es von einem zum anderen Termin. Es begann damit, dass wir in einer japanischen Fernsehshow zu Besuch waren. In der Live-Sendung haben wir dann Auszüge aus unserem Programm gefahren. Während Tabea der japanischen Moderatorin ein Interview gab, haben die Radballer einige Spielzüge gezeigt.

Weiter ging es zum nächsten TV-Termin, einer Fernsehnaufzeichnung. Auf einem Hof baute das Fernsehteam eine Fläche auf, auf der wir einige Übungen fuhren. Auch die Radballer zeigten einige Spielzüge.

Der letzte Showauftritt an diesem Tag fand in einer großen Shopping Mall statt. Auch hier haben wir gemeinsam mit den Radballern Auszügen aus unseren Programmen, bzw. Radballspiele gezeigt. All dies wurde vom NKH (Japans ARD) aufgezeichnet und am nächsten Morgen im Frühstücksfernsehen gesendet.


Tags darauf folgten wir einer Einladung zum Empfang bei Oberbürgermeister von Kagoshima, bevor wir anschließend einkaufen und am Meer, mit Blick auf den aktiven Vulkan Sakura-Jima, zu Mittag aßen.

Auf dem Weg zum Flughafen machten wir eine Pause bei einen Wasserfall und schossen natürlich einige Erinnerungsfotos. Abends flogen wir schließlich zurück nach Osaka, wo wir die Nacht verbrachten, ehe wir morgens wieder um 5.00 Uhr aufstehen durften. Um 8.00 Uhr ging unser Flieger nach Tokio. Aufgrund schlechter Wetterbedingungen, startete unsere zwölfstündiger Flug von Tokio zurück nach München mit einer Stunde Verspätung.


Insgesamt war unsere Japanreise eine sehr schöne Erfahrung, die wir nicht missen möchten. Es war interessant eine ganz andere Kultur kennen zu lernen, sich dort mit den Menschen zu unterhalten, andere Infrastrukturen und Techniken zu sehen, sodass wir jeder Zeit noch einmal nach Japan fliegen würden.
dgbvsdv